Über Entscheidungsfindung und digitale Transformation in Zeiten der Krise

COVID-19 stellt aktuell die gesamte Welt vor noch nie dagewesene Herausforderungen. Die höchste Priorität haben dabei die Gesundheit und das Leben der Menschen. Im Folgenden soll ein Blick auf eine Fragestellung geworfen werden, die insbesondere für die Zeit nach der Hauptphase der Krise relevant sein wird.

Wesentliche Erkenntnisse aus der Krise

In existenziellen Phasen muss eine noch überlegtere Balance aus dem dringlichen Handeln im Heute und den Investitionen in die Zukunft getroffen werden. Die Krise wird wie ein Beschleuniger für die Akzeptanz und die Erwartungshaltung an digitalen Services wirken. Damit besteht jetzt die Chance, durch kluges und beherztes Handeln Wettbewerbsvorteile für die Zeit nach der Kernphase dieser Krise zu schaffen. Die digitale Transformation pausiert nicht, sie wird beschleunigt.

Sollten Projekte derzeit heruntergefahren werden?

In einer Zeit wie dieser ist es essenziell, alle Aspekte des Handels zu hinterfragen und, wenn notwendig, neu zu priorisieren. So haben heute kurzfristige, geschäftserhaltende Maßnahmen Vorrang vor der langfristigen Perspektive. Üblich ist, dass Lösungen direkt wirken sollen und größerer Abstand von einer Planung für die schwer abzusehenden Zukunft genommen wird. Bereits vor der Krise galt es für Unternehmen, eine optimale Balance aus Handeln und Wirtschaften im Heute sowie der richtigen Investition in das Morgen zu finden. Betroffen sind hier alle digitalen Services, darunter unter anderem datengetriebenes und personalisiertes Marketing sowie weiter Mar-Tech Themen.

Der Stopp bzw. das Pausieren laufender Projekte mit einer später folgenden Anlaufphase wird häufig unterschätzt. Dies kann zu nicht unerheblichen Verzögerungen und einem damit verbundenen Wettbewerbsnachteil in der Zukunft führen. Unternehmen, die durch vorhandene personelle und finanzielle Ressourcen die Möglichkeiten innehaben, weiterhin aktiv Projekte der Zukunft zu treiben, können sich nun langfristig spürbare Wettbewerbsvorteile erarbeiten. Wer jetzt handlungsfähig bleibt, ist in der Lage, signifikante Vorteil gegenüber seinen Wettbewerbern zu erarbeiten und besser aufgestellt aus der Krise hervorzugehen.

Projektverläufe bei Fortführung oder Stopp

Abbildung: Entwicklung Ergebnisunterschiede zwischen fortgeführten und gestoppten Projekten.

Die Krise treibt die digitale Transformation an

Besondere Relevanz hat dieser Effekt im Bereich der digitalen Transformation: Hier führen die aktuellen Ereignisse schon jetzt zu rasanten Verhaltensänderungen – von denen viele auch nach der Krise Bestand haben werden. Millionen Menschen haben erstmals aus dem Homeoffice gearbeitet und dabei die Vorteile von digitalen Arbeitstools wie Video-Telefonie und virtuellen Kollaborationsplattformen kennengelernt.

Ein weiterer Gewinner: Das E-Commerce Segment gewinnt sprunghaft weitere Marktanteile gegenüber dem stationären Handel. Die bargeldlose Bezahlung erfährt endlich den langersehnten Schub. Bedingt durch diese Erfahrungen werden die Bedarfe, aber auch die Akzeptanz digitalisierter Services maßgeblich zunehmen.

Einmal unabhängig von den unternehmensindividuellen strategischen Entscheidungen bleibt festzuhalten: Das hier zugrunde liegende Ökosystem aus Dienstleistern und Technologieanbietern ist weiterhin handlungsfähig.

Wissenstransfer und Flexibilität sind wichtiger als je zuvor

Die Kommunikation sowohl untereinander als auch mit Kunden und Dienstleistern sowie die Demokratisierung von Wissen sind derzeit für eine bestmögliche Performance unabdingbar. Idealerweise wurde dieses Know-how bereits weit vor COVID-19 implementiert. So konnten Erfahrungen im mobilen und dezentralen Arbeiten bereits im Normalbetrieb generiert und feinjustiert werden. Aktuell sind diverse digitale Wissensformate und Plattformen für die Kommunikation und den projektbezogenen Austausch hilfreich.

Unsere Leistung, Ihr Vorteil

Unser Ziel als Experten für technologie- und datengetriebenes Marketing ist es, wie gewohnt einen bestmöglichen Service zu bieten und flexibel zu agieren, um für unsere Kunden verfügbar zu sein. Geprägt durch Kampagnen-Stopps, freigewordene Kapazitäten und die Awareness für die digitale CX durch Homeoffice-Tätigkeiten ist der aktuelle Zeitpunkt ideal, um den Status-Quo des eigenen Unternehmens aus einer technologischen Perspektive zu analysieren. Implementierungsprojekte mit einem hohen Investitionsvolumen sind dabei nicht der aktuelle Fokus. Vielmehr möchten wir zusammen einen Plan entwickeln, der aufzeigt, wie es bei einer guten wirtschaftlichen Situation weitergeht. Ein Maturity Assessment durch unser MarTech-Consulting und die Ableitung einer Tech Roadmap ist keine große finanzielle Hürde – bringt aber nachhaltigen Erfolg.

You name it! – We make it happen!

Kommen Sie gerne auf uns zu.

Autor: Hannes Carl Meyer, Managing Partner People Based Marketing / Annalect, 01.04.2020

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