Let's Make Lemonade - Podcast #2, Nicholas Pesch, Paul Remitz
Kategorien:

Podcast: Let’s Make Lemonade #2.2 / Führen in Extremsituationen

Weiter geht es mit dem zweiten Teil des Gesprächs zwischen Nicholas Pesch (Management Berater, Speaker, Autor) und Paul Remitz (CEO Omnicom Media Group Germany) über Führung in Extremsituationen. Darin diskutieren Nicholas und Paul inwiefern sich Online-Lösungen für Meetings und Coachings auch langfristig durchsetzen können und was es dafür auch auf zwischenmenschlicher Ebene braucht. Außerdem sprechen die beiden über sehr persönliche Ratschläge und Erfahrungen in Krisenzeiten. Viel Spaß beim Hören!

Der Umgang mit der Krise in unterschiedlichen Ländern

In Deutschland sind Toilettenpapier und Mehl ausverkauft. In Frankreich Rotwein und Kondome. Das sind die plakativen Beispiele. Ob sie stimmen oder nicht: Fakt ist, dass jede Kultur anders mit herausfordernden Situationen umgeht. Ohne Stereotypen bedienen zu wollen, fallen diese Unterschiede nicht nur beim Blick in die Supermarktregale auf. Aus Nicholas‘ Sicht sind die Deutschen aktuell sehr bzw. zu pessimistisch. Dabei würde eine grundsätzlich optimistischere Haltung dabei helfen, die Situation zu meistern und gestärkt aus ihr hervorzugehen.

Wie Webkonferenzen die persönliche Zusammenarbeit verändern

Aktuell arbeiten wir beinahe zu 100 % über Video- oder Telefonkonferenzen. Für Meetings ist das ein Mittel, das schon vor der Corona-Krise durchaus gerne genutzt wurde. Nicholas regt dazu an, den „sozialen Schmierstoff“ dabei nicht zu vergessen – also die emotionale Ebene. Denn jetzt erst recht sollte auch bei virtuellen Meetings die Frage nach dem Wohlbefinden der Gesprächspartner gestellt und sich Zeit für einen zwischenmenschlichen Austausch genommen werden. Paul berichtet uns, dass dies in seinen aktuellen Meetings tatsächlich ein probates Mittel ist, um den Druck für einen kurzen Moment zu vergessen und positive Gedanken zu teilen.

Führungskräfte müssen jetzt authentisch und nahbar sein

Auch Top-Manager und Führungskräfte sind aufgrund der völlig neuen Situation derzeit unsicher. Das ist völlig normal und muss nicht versteckt werden. Wichtig ist es jedoch, den Mitarbeitern gegenüber eine positive Haltung aufzuzeigen und darzustellen, dass man alles in der eigenen Macht stehende unternehmen wird, um die Situation zu meistern. Eine gute Balance zwischen rationalem Handeln und einem hohen Maß an Empathie ist in solchen Extremsituationen wichtiger denn je.

Das jetzige Verhalten von Führungskräften hat starke Auswirkungen auf die Unternehmenskultur

Unternehmen, die es schaffen, jetzt mit hoher Geschwindigkeit, Mut und Lust an ihrer Improvisationsfähigkeit zu arbeiten, sind klar im Vorteil. Führungskräfte und auch Unternehmen, die schon vor der Krise eine solche Arbeitskultur gelebt haben, können sich entsprechend besser anpassen. Das Zitat „In der Krise erkennt man den Charakter der Menschen“ (Helmut Schmidt) erweist sich zurzeit mal wieder als absolut zutreffend. Entsprechend werden gerade jetzt die Stärken und Schwächen von Unternehmen und Führungskräften deutlich.

Erfahrungen aus der Vergangenheit helfen bei der Krisenbewältigung

Egal ob junge oder erfahrene Führungskraft: Die Realität muss erkannt und akzeptiert werden. Man muss jedoch in Ruhe verstehen, welche Dinge einen persönlichen Effekt haben und wie man mit diesen Dingen umgehen kann. Andere, nicht beeinflussbare Faktoren sollten zwar bewusst sein, aber dürfen nicht das eigene Handeln beeinträchtigen. Dabei helfen natürlich Erfahrungen aus anderen Krisensituationen, die man in der Vergangenheit erlebt hat und die auch in irgendeiner Art und Weise gemeistert wurden.

The Sweetest Lemon

Zum Ende des Podcasts teilen Paul und Nicholas ihre besten Erfahrungen zum Thema „Führen in Extremsituationen“. Für Paul ist es ein Buch, in dem die Geschichte von Gene Kranz erzählt wird. Als Flugdirektor der NASA hat er mit seinem Führungsstil dafür gesorgt, dass die Astronauten der Raumfahrtmission Apollo 13 lebend zur Erde zurückgekehrt sind.

Für Nicholas ist es die Geschichte einer Klientin, die sich nach einem Reitunfall nicht mehr bewegen konnte und dank des Rates einer Physiotherapeutin doch noch zum gewünschten Erfolg kam. Außerdem erzählt Nicholas uns von einem Zitat seines Meditationslehrers, das uns alle zum Nachdenken anregen dürfte.

Am besten, Ihr abonniert den Let’s Make Lemonade Podcast auf der Streaming-Plattform Eurer Wahl. So verpasst Ihr keine Folge!

Autor: René Coiffard, Chief Strategy Officer / OMD

Das aktuelle Buch von Nicholas Pesch könnt ihr hier erwerben: https://amzn.to/3aM6pYy

 

0