Let's Make Lemonade: Podcast 12 Teil 1
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Podcast: Let’s Make Lemonade #12.1 / Hamburg Towers – vom Sportverein zum Sportunternehmen

In dem ersten Teil unserer heutigen Episode unterhalten sich Marvin Willoughby (Sportlicher Leiter & Geschäftsführender Gesellschafter, Hamburg Towers), Jan Fischer (Geschäftsführender Gesellschafter, Hamburg Towers) sowie Frank Sültmann (Managing Director, OMD Hamburg) über die Gründung und den Aufstieg der Hamburg Towers – und wie dabei Leistungssport und soziales Engagement Hand in Hand gehen. Dabei berichten Marvin und Jan von ihrer persönlichen Reise bis zum Aufstieg in die Bundesliga und geben spannende Insights, wie man jede Herausforderung überwinden und gestärkt daraus hervorgehen kann. Teil 2 des Gesprächs folgt in Kürze. Viel Spaß beim Zuhören!

Von Wurzeln und Flügeln

Wer sich 2006 als Ziel setzte, den Basketball-Leistungssport auf die Sozialarbeit mit Kindern und Jugendlichen aufzubauen und dabei den Fokus auf das Vermitteln von wichtigen Werten des Sports wie Fairness, Respekt und Toleranz zu legen… und 13 Jahre später als Verein Sport-Camps und Schulsport-Projekte organisiert, eine U16-Jugend- sowie eine U19-Nachwuchsbasketball-Mannschaften etabliert hat und mit seiner Herren-Profimannschaft in die 1. Basketball-Bundesliga eingezogen ist – der muss es ja wissen: Arbeite an der Basis, um ein Fundament zu schaffen, auf das sich aufbauen und wachsen lässt. Bei Hamburg Towers heißt das auch: Nachwuchsspieler werden gefördert, Leistungsträger langfristiger gebunden und auf neue Spieler, Sponsoren oder Partner wird aufmerksam gemacht.

Menschen mit Haltung und einem Ziel

Die Fäden zusammen hält ein Führungsduo, welches sich vertraut, spielerisch ergänzt und dabei ein gemeinsames Ziel verfolgt: „Etwas Eigenes machen, was Anderen hilft.“ Dabei haben Marvin und Jan ihre individuelle Rolle als Geschäftsführer von Hamburg Towers gefunden und bringen sich optimal in die sportliche Leitung sowie in die Vereinsführung ein. Und so wurde aus den Ambitionen eines Profisportlers mit Länderspielerfahrung und eines Universitätsabsolventen mit Praxiserfahrung aus Sportvermarktung- und Veranstalter der Verein „Sport ohne Grenzen“, der seinen sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg der Hamburg Towers Basketball-Betreibergesellschaft mbH nutzt, um die Gesellschaft in seinem Umfeld zu verbessern. Das ist wirklich einen Verdienstorden für soziales Engagement wert!

Manage den konstanten Wandel

Wo tobt der „War of Talents“ mindestens ebenso stark wie in der Medien-, Marketing- und Kommunikationslandschaft? Klar, im Sport. Und auch hier gelten die gleichen Prinzipien: Das Personal-Budget ist nicht unerschöpflich, investiere in die Entwicklung von zukünftigen Leistungsträgern, ergänze das Team um neue Fähigkeiten und finde Führungspersonen, die empathisch, mutig und zielstrebig sind. Aber was tun, wenn einen die „Guten“ verlassen und man keinen adäquaten Ersatz findet oder nicht bezahlen kann? Da hilft manchmal nur „Augen zu und durch“, weiter am Fundament arbeiten, zusammenhalten und dem Prozess der Weiterentwicklung vertrauen. Darüber sind sich die drei Podcast-Gäste einig.

Nächste Woche erfahrt ihr, wie das spannende Gespräch zwischen Jan, Marvin und Frank weitergeht. Wie definiert man eigentlich Erfolg und wie wichtig ist Solidarität in der heutigen Zeit? All das und noch mehr erfahrt ihr im zweiten Teil von Episode 12 des Let’s Make Lemonade-Podcasts.

Über Hamburg Towers

Die Hamburg Towers sind ein Basketball-Bundesligist. Und damit genug der Gewöhnlichkeiten, die professionelle Sportvereine auszeichnen. In Wilhelmsburg, der Heimat der Türme, ist die Idee, Leistungssport mit Sozialarbeit zu verbinden. Oder exakter formuliert: Den Leistungssport auf die Sozialarbeit aufzubauen.

Dieses Ziel verfolgten die Gründer Marvin Willoughby und Jan Fischer, als sie 2006 den Verein Sport ohne Grenzen ins Leben riefen. Kindern und Jugendlichen aus Wilhelmsburg, einem einstmals berüchtigten Stadtteil im Süden Hamburgs, durch Sport Werte wie Fairness, Respekt und Toleranz vermitteln. Das Angebot wurde mit enorm positiver Resonanz angenommen. Die Hallen füllten sich stetig, und bald wurde der Ruf der Jugendlichen nach einer organisierten Basketballmannschaft laut. Die Geburtsstunde der Piraten Hamburg, die seit 2009 in der U16-Bundesliga und 2011 zusätzlich in der U19-Bundesliga antreten. Bis heute haben beide Teams jedes Jahr die Playoffs erreicht. Aber wohin mit den ambitionierten Spielern, wenn sie zu alt für die Junioren sind? Ganz einfach: in den Profibereich. Als Leuchtturm entstanden so 2013 die Hamburg Towers. Am hellsten leuchtete dieser, als Willoughby stellvertretend für Sport ohne Grenzen 2015 das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde.

Im professionellen Spielbetrieb sind die Hamburg Towers dank einer Wildcard seit der Saison 2014/15 in der 2. Bundesliga ProA aktiv gewesen. In jeder Serie zeichnete den Kader die hohe Anzahl an Akteuren aus dem eigenen Nachwuchs aus. Ein weiteres Markenzeichen: Die 3400 Plätze fassende edel-optics.de Arena im Wilhelmsburger Inselpark ist nahezu immer ausverkauft. Zwei Teilnahmen an den Playoffs, die jeweils im Viertelfinale endeten, folgten zwei weniger erfolgreiche Spielzeiten, die bereits vor Beginn der Aufstiegsrunde vorbei waren. Ehe 2018/19 unter Trainer Mike Taylor der große Wurf gelang: Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die 1. Bundesliga. Dort versuchen die Towers nun Fuß zu fassen und sich mittelfristig als regelmäßiger Teilnehmer an den Playoffs zu etablieren.

Die zunehmende Professionalisierung ist mitnichten das Ende des sozialen Engagements. Im Gegenteil: Aufgrund der gestiegenen Strahlkraft lässt sich nun noch mehr in die gemeinnützigen Projekte investieren. Eines davon ist der Aufbau eines Vereinssportzentrums im Herzen Wilhelmsburgs, das derzeit gebaut wird, und allen Anwohnern die Möglichkeit bieten soll, Sport zu treiben.

Mehr zu Hamburg Towers auf www.hamburgtowers.de.

Autor: Frank Sültmann, Managing Director / OMD Hamburg

30.06.2020

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