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Podcast: Let’s Make Lemonade #10 / Covid-19 – Das Ende der digitalen Transformation?!?

In der mittlerweile zehnten Jubiläums-Folge unseres Podcasts sprechen Stefan Aichbauer, Managing Partner der Unternehmensberatung h&z, und Oliver Mohr, Managing Director der Unternehmensberatung Brain Consulting, über die Auswirkungen von Covid-19 auf die digitale Transformation. Stefan und Oliver zeichnen ein Bild des aktuellen Status Quo auf Basis ihrer persönlichen Eindrücke und geben einen Ausblick auf die zu erwartenden transformatorischen Entwicklungen.

Die Pandemie als Transformations-Booster: Teilweise ja, aber leider nur selten holistisch

Fast alle Unternehmen sind von der Heftigkeit der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Auswirkungen der Pandemie überrascht worden. Für viele begann ein existenzieller Überlebenskampf. Im Hinblick auf die digitale Transformation waren in einigen Teilbereichen extrem agiles Handeln und rasche Anpassung zwingend erforderlich, z. B. um den Bereich Marketing an den neuen Lebens-, Einkaufs- und Mediennutzungswelten auszurichten.

In den seltensten Fällen aber wurde im Sinne der digitalen Transformation ein ganzheitlicher Change eingeleitet – sprich Geschäftsmodelle, Organisationsstrukturen, Prozesse, Tech & Data etc. synergetisch aufeinander abgestimmt. Die große Challenge wird es sein, dies schneller als der Wettbewerb umzusetzen, um sich entscheidende Vorteile im Markt zu verschaffen.

Diversifiziertes Bild auf Unternehmensseite: Be agile or die

Bei der Beleuchtung der Unternehmensseite ergibt sich ein stark unterschiedliches Bild und zwei entscheidende Differenzierungsfaktoren:

Faktor 1 sind Unternehmensführung, -größe und -kultur

In manch stark hierarchisch und undurchlässig geführtem Großkonzern mangelt es mitunter an der erforderlichen Agilität, Innovationskultur und dem zwingenden Need zur Veränderung. Hier werden sich neue Player etablieren, die diese Assets in ihrer DNA verinnerlicht haben.

Faktor 2 ist der Krisen-Impact auf die jeweilige Branche

Unternehmen aus den Bereichen Tourismus, Gastronomie und Automotive sind durch den Lockdown von massiven Einbrüchen betroffen. Dies veranschaulichen z. B. die europäischen Fahrzeug-Neuzulassungszahlen für April (minus 75 %) oder auch Geotracking-Bewegungsdaten. Gewinner sind IT- und Softwarelösungs-Anbieter, aber auch E-Commerce getriebene Unternehmen, die von den veränderten Konsum- und Arbeitswelten massiv profitieren.

Fazit: Je nach Branche gibt es eine sehr unterschiedliche Ausgangssituation.

Aber: Wer seine Geschäftsmodelle jetzt noch nicht überdacht, angepasst und auf das digitale Zeitalter ausgerichtet hat, wird bald zu den Verlierern gehören.

New Work: Das Maß aller Dinge?

Einen der größten Changes hat die Krise mit Sicherheit im Bereich New Work herbeigeführt. Homeoffice, Videokonferenzen und agile Kollaboration sind die neuen Schlagworte. In der derzeitigen massiven Ausprägung wird sich dies sicher nicht manifestieren, aber das Mindset auf Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite dürfte sich doch nachhaltig gewandelt haben. Unternehmen können Bürokosten sparen und man wird nicht mehr für jedes Meeting Berater einfliegen lassen. Dies gilt nicht nur im Sinne der ökonomischen Rentabilität sondern auch der ökologischen Nachhaltigkeit. Und die Mitarbeiter genießen nicht nur die gewonnene Flexibilität und Zeit, sondern spüren auch ein positives Vertrauen des Unternehmens in sie.

Grund für Pessimismus oder Euphorie?

Die Krise ist massiv und schockartig gekommen, ohne Frage. Wir sehen nun aber bereits erste Zeichen der vorsichtigen Erholung. Viele Unternehmen sind in ihrem primären Handeln noch bestimmt von kurzfristigen Shareholder-Interessen, Liquiditätssicherung, Kosteneinsparungen und einhergehenden Projektfreezes im Bereich der digitalen Transformation. Aber die Erfahrungen von Stefan Aichbauer und Oliver Mohr zeigen, dass hier langsam Tauwetter vorherrscht und die Entscheider das aktuelle Momentum erkennen. Außerdem sehen wir viele positive gesellschaftliche Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit und Solidarität und viele spannende innovative Geschäftsmodelle und entsprechenden Unternehmergeist. Die Hoffnung ist: Der aktuelle Pessimismus wird bald von einem positiv euphorischen Spirit verdrängt werden.

5 Key Takeaways

  • In jeder Krise steckt eine Chance
  • Transformation ganzheitlich denken, planen und implementieren
  • Handlungsfelder genau analysieren und strategische Leitplanken setzen
  • Agile Change-Kultur vorleben und Durchlässigkeit im Unternehmen sichern
  • New Work-Konzepte implementieren und die Mitarbeiter-Loyalität steigern

Über h&z

h&z steht für Transformation mit Tiefenwirkung. Was heißt das? h&z berät mit Hirn, Herz und Hand. Hirn für durchdachte Konzepte und Hand für die Umsetzung – vor allem aber wirkt h&z auf der Herz-Ebene. h&z setzt auf Nähe und schafft Vertrauen auf allen Ebenen. So werden die Potentiale der Mitarbeiter freigesetzt – denn echte Transformation findet an der Basis statt. Im Endeffekt werden außergewöhnliche Ergebnisse erzielt und unmöglich erscheinendes möglich gemacht. Internationale Konzerne und renommierte Mittelständler gehören gleichermaßen zu den Kunden. Die h&z Gruppe wirkt als Teil der Transformation Alliance mit 1000 Beratern und 19 Büros weltweit. Neben dem Great Place to Work-Gütesiegel als bester Arbeitgeber Deutschlands wurde h&z 2020 als dreifacher Hidden Champion unter den Managementberatungen in den Kategorien „Transformation“ „Einkauf & Beschaffung“ sowie „Retail Performance Management“ ausgezeichnet.

Mehr zur Unternehmensberatung h&z auf www.huz.de.

Autor: Oliver Mohr, Managing Director / Brain Consulting

02.06.2020

 

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